Clubs gesucht wegen Mangelernährung

ScreenShot20141111at115641AM_71.pngRotary, BASF und ein Unternehmer in Nigeria kooperieren für ein gemeinsames Ziel: Sie wollen Mütter und Neugeborene in Nigeria mit lebenswichtigen Nahrungsergänzungsmitteln versorgen. Seit Mitte der 1 990-er Jahre kümmert sich RFPD in Nigeria um das Schwerpunktthema „Gesundheit für Mutter und Kind“. Aufklärungskampagnen über Empfängnisverhütung sowie die Verbesserung der medizinischen Versorgung haben zur Senkung der Sterblichkeitsraten bei Müttern und Neugeborenen beigetragen. Jetzt ist dieser Ansatz um ein wesentliches Element erweitert worden: In zunächst fünf der am Projekt beteiligten Kliniken im Bundesstaat Enugu wurden erstmals Mütter und Neugeborene mit lebenswichtigen Nahrungsergänzungsmitteln versorgt. Ausgegeben wurden 1 5 Micro- Nährstoffe, die nach einer von UNICEF entwickelten Liste als lebensnotwendig gelten, in Armutsgebieten oder auch in Notfalllagern nach Katastrophen jedoch nicht zur Verfügung stehen: Vitamin A gehört dazu, auch Eisen, Jod und Zink. Diese Stoffe werden als farbloses Pulver in kleine Tüten, sogenannte Sachets, verpackt, über die Mahlzeit gestreut und verrührt. Etwa zwei Milliarden Menschen – nahezu jeder dritte Erdbewohner – erhält nicht alle wichtigen Nährstoffe, weiß Dr. Andreas Blüthner, der bei BASF in Ludwigshafen die Food Fortification Initiative leitet. BASF ist das weltgrößte Chemieunternehmen und führend in der Beratung zu der Frage, wie Grundnahrungsmittel (Milch, Mehl, Öl, Zucker) mit Vitamin A angereichert werden können. Zum Startschuss der Zusammenarbeit von BASF und Rotary bei Vitaminen wurde kürzlich eine erste Charge von 1 0.000 Sachets als BASF-Spende in den Projektkrankenhäusern ausgegeben. Dabei soll es nicht bleiben. Neben einer weiteren Lieferung von 1 0.000 Sachets sucht RFPD nun nach Clubs, um mit einem Global Grant alle 25 Projektkrankenhäuser mit den Pulvertütchen zu versorgen. In einem dreijährigen Prozess, in den auch das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingebunden war, wurde außerdem mithilfe der Global Alliance for Improved Nutrition (GAIN) ein Unternehmen aufgebaut, das die Sachets vor Ort herstellt. „Die Firma Bioorganics Nutrient System Ltd. in Lagos ist der bisher einzige Produzent in Afrika“, wie Blüthner betont. „Wir suchen bei BASF immer Lösungen, bei denen wir betriebswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen verbinden können. Das ist mit dieser Anlage vor Ort in der Konstellation BASF – Rotary – Hersteller gelungen.“ Die Sachets sind ein Gramm schwer und kosten wenige Cent. „Um eine Schule für ein Jahr mit den Zusatzstoffen zuversorgen, braucht man vielleicht ein paar hundert Dollar“, schätzt Blüthner. Allerdings hängt der Erfolg von der ständigen Verfügbarkeit der Micro-Nährstoffe ab. Nachhaltigkeit werde man nur erreichen, wenn beim Empfänger ein Bewusstsein für gesunde Ernährung geweckt wird. Insofern muss die Ausgabe der Sachets mit Informations- und Trainingskampagnen einhergehen. Bitte melden Sie sich dafür über das Kontaktformular.

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