Familienplanung-Summit

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Vom 12.- 14. November 2013 fand in Addis Ababa, Äthiopien, die dritte internationale Familienplanungskonferenz statt. Über 3.300 Teilnehmer aus 120 Ländern zogen eine Zwischenbilanz der Entwicklungen seit dem historischen Gipfeltreffen, das 2012 in London stattfand und die FP2020 Initiative hervorbrachte. Seitdem werden jährlich die von Regierungen, Stiftungen und NGOs eingegangenen Leistungen und Verpflichtungen für Familienplanung verfolgt. Der aktuelle Bericht (siehe Randspalte) enthält die "Commitments" aller Stakeholder, darunter auch das unserer Rotarian Action Group for Population & Development (RFPD). Mehr als 220 Millionen Frauen in der Welt wollen Schwangerschaft verhüten, haben aber keinen oder nur einen sehr erschwerten Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Familienplanung gilt als Menschenrecht und ist eine Investition, die sich auszahlt, denn für jeden US$, der für Familienplanung ausgegeben wird, werden 6 US$ eingespart. In der Konferenz wurde hervorgehoben, dass Frauen besonders nach der Geburt ihrer Kinder Hilfe zur Familienplanung mit länger wirkenden Verhütungsmitteln wünschen. RFPD vermittelt seit 2008 für Club-Projekte in Nigeria Sachspenden von bislang 5.500 hochwertigen LNG-IUS Spiralen im Gesamtwert von 1 Million Euro.

Rotary International hat RFPD als Ressource für den Schwerpunktbereich‚ Gesundheit für Mutter und Kind‘ - der Familienplanung beinhaltet - darauf hingewiesen, dass es besonders an Familienplanungsprojekten mangelt. Im Rahmen eines TRF Global Grants kofinanziert RFPD beispielsweise ein Clubprojekt für Familienplanung in einem Hospital in den Slums von Karachi, Pakistan. Auf mögliche Kofinanzierung von Familienplanungsprojekten durch RFPD bei einem Global Grant weisen wir im „RFPD Angebot an Clubs und Distrikte für 'Gesundheit von Mutter und Kind'“ hin; siehe www.rfpd.de und www.muettergesundheit.org. In Entwicklungsländern mangelt es vielerorts an der Vorratshaltung von Verhütungsmitteln. Weitere Hemmnisse für die Familienplanung sind die Besorgnis der Frauen um medizinische Nebenwirkungen, religiöse Gründe, persönliche Abneigung und Einwände der Ehemänner, alles Einwände, die durch Aufklärung ausgeräumt werden können. Kein Land konnte jemals vom Status eines Entwicklungslandes zu einem Schwellen- oder Industrieland gelangen, ohne zuerst die Zahl der Geburten und damit die Bevölkerungswachstumsrate zu reduzieren. Kleinere Familien ermöglichen es Paaren und der Nation mehr zu sparen, in Bildung zu investieren sowie in Gesundheit, Infrastruktur und Industrie.

Robert Zinser

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