Empowerment of Women

Screen Shot 2014-11-10 at 12.23.15 PM.pngRund 50 Mitglieder und Interessierte des 2012 unter dem Namen „Empowerment of Women“ gegründeten RFPD-Netzwerks von Rotary Schweiz- Liechtenstein trafen sich am 26. Okt. 2013 in Winterthur zum 2. Nationalen Forum. Getreu dem Selbstverständnis des Netzwerkes als Diskurs- und Promotionsplattform, die das Agenda- Setting für internationale Fragen in den Clubprogrammen und in den Clubprojekten stärken will stand im Mittelpunkt der Veranstaltung die Diskussionsrunde unter dem Thema „Internationale Projekte und die Stellung der Frau“. Diskutiert wurde z.B. über die Nachhaltigkeit von internationalen Projekten und die Notwendigkeit der sorgfältigen Prüfung der Projekte - vor Auswahl und auch im Sinne einer Zwischenbilanz nach einigen Jahren Laufzeit. Einigkeit herrschte, dass die Berücksichtigung von Genderaspekten dabei wesentlich ist und dies nicht nur, um die gesellschaftliche Stellung der Frauen vor Ort zu verbessern, sondern für verbesserte Lebensbedingungen der gesamten Gesellschaft. Die Kriterien für erfolgreiche Projekte sind in internationalen Organisationen überwiegend vorhanden und deren Anwendung ist inzwischen auch weitgehend reglementiert. Leider werden die gesellschaftlichen Kriterien in der Praxis nicht immer in ausreichendem Maße berücksichtigt. Die Podiumsteilnehmerinnen mit Praxiserfahrung berichteten hier, dass – neben dem richtigen Design des Projektes – die Umsetzung vor Ort zentral ist, diese jedoch sehr vom Engagement des jeweiligen Projektleiters resp. der Projektleiterin abhängt. Ob dies jeweils ein Mann oder eine Frau ist, spielt dabei im Grunde keine Rolle. Allerdings haben einige der Podiumsteilnehmerinnen die Erfahrung gemacht, dass Männer bereits bei der Zusage der Gelder stark von ihren Interessen (z.B. für technische Projekte) geleitet sind und weniger von den aktuellen Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Damit haben z.B. Projekte zum Thema Kochen (Anmerkung: Kochen über offenem Feuer ist weltweit die viert häufigste Todesursache) geringere Chancen als solche zu erneuerbaren Energien. Ein weiteres wichtiges Kriterium für erfolgreiche Projektförderung ist die Langfristigkeit, im Gegensatz zu einer Förderung über nur wenige Jahre. Für Rotary wäre es vor diesem Hintergrund sinnvoller, die Ressourcen zu bündeln und einige sorgfältig ausgewählte Projekte langfristig zu fördern.

Martina Blum

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